Südafrika VII – Garden Route – Die Touritour

Südafrika VII – Garden Route – Die Touritour

Genug Farm fürs erste! Die Garden Route wartet – die Tourigegend schlechthin in Südafrika. Anders als der Name es vermuten lässt, handelt es sich allerdings nicht um eine Straße, sondern eher um eine Gegend, die sich entlang der Küste von Plettenberg Bay bis Mossel Bay und ins Hinterland erstreckt. Je nach Selbstbeschreibung der Orte drumgerum auch noch weiter. Die Zuschreibung zur Garden Route zieht halt.

Ursprünglich wollten wir uns den ganzen Abschnitt hier sparen, wegen Tourikram und sieht wahrscheinlich aus wie Europa, aber hey, der Lockdown machts möglich. Kann man ja mal schauen, was für gute Urteile die eigenen Vorurteile (Tourinepp und landschaftlich wie Europa) so sind.

Du weisst, dass du in der Touriecke gelandet bist, wenn die Klos an der Tanke aussehen wie ne Champagnerbar. Ich könnte jetzt auch Bilder von anderen Klos zum Vergleich posten, aber das lassen wir mal lieber…

Wo wir gerade bei Scheiße sind: Es folgt eine kleine Tirade, hatten wir ja lange nicht mehr.

Wie schon öfter erwähnt, ist in Südafrika ja so ziemlich alles eingezäunt und abgesperrt. Das trifft natürlich auch auf alles zu, was sich als Nationalpark deklarieren lässt. Landschaft einzäunen, Platz für ein Eintrittstor frei lassen und dann Mondpreise für den Zutritt verlangen. Das Ganze wird dann von einer Behörde (SANParks) geleitet, die sich das ordentlich bezahlen lässt. Besonders von Ausländern, die bezahlen ungefähr das Vierfache der Einheimischen. Als Vergleich könnt ihr euch ja mal vorstellen, man würde die Sächsische Schweiz großräumig absperren und Eintritt verlangen. Oder den Harz. Oder die Eifel. Oder Bayern (und alle applaudieren).

Das endet dann darin, dass je nach Bekanntheit des Parks Eintrittspreise um die 13 Euro pro Person pro angefangenem Tag fällig werden (Storms River). Um nen bissl wandern zu gehen und da für ne Nacht zu campen, biste dann halt bei zwei Leuten ruckzuck bei 71 Euro. Arsch offen. Na dann halt nicht.

Doch wenn man ein bissl sucht, findet man auch in dieser Gegend noch Ecken, in denen man sich frei bewegen kann. Und was für Ecken!

Nature’s Valley:

Ansonsten ist die Garden Route-Region voll mit feinen Restaurants für die Leute, die Länder kulinarisch entdeckten wollen. Kleiner Tip: In Südafrika lohnt das nur begrenzt. Außer man hält Hamburger und Fish & Chips für das Höchste aller Genüsse. Sowieso gibts hier in den Restaurants überall das Gleiche zu Essen. Neben dem Erwähnten noch verschiedene Sandwiches und ein wenig Meeresgetier. Das wars. Im ganzen Land. Und bevor sich jetzt einer der mitlesenden Südafrikareisenden denkt “Aber, da gibts doch dieses Ding in XY mit ganz was Tollem”: Mag sein, aber eine Taube macht noch keinen Frühling. Das ist übrigens in “schwarzen” Gegenden auch nicht anders. Da gibts dann vielleicht noch nen bissl Maispampe (sehr lecker) als Alternative zu Pommes.

Aber ich schweife ab. Oder gleite ich?

Ne, das ist Tan. Mir ist das zu hoch… Aber sowas kann man in der Ecke ganz gut machen. Ziplining, Bungee Jumping, Rafting und noch zig andere Outdoorgeschichten werden angeboten. Normalerweise. Doch Corona sagt nein. Dieses Jahr ist alles zu, selbst das Ziplining von oben war ein Tag später wieder zu. Na mal schauen was davon wieder aufmachen wird, wenn hier mal wieder internationale Touristen reingelassen werden.

Bis dahin können wir Südafrika noch so urlauberfrei erleben, wie es wahrscheinlich schon Jahrzehnte lang nicht mehr der Fall war. Und so ist man dann auch an den schönsten Orten ziemlich alleine unterwegs:

Noch ne kleine Anekdote zur Karre: Uns ist doch tatsächlich einfach so die Servopumpe abgebrochen! Ja, abgebrochen. Vom Motor. Danke Aluguss! Das hieß dann wieder 350 Kilometer mit Kabelbindern anstatt Keilriemen fahren, um bis zu Mercedes in Port Elizabeth zu kommen, die tatsächlich alle Teile liefern konnten, um alles richtig auf non-Servo umzubauen. Die Halterung wieder anzuschweißen oder zu tauschen ist mit eingebautem Motor auf Grund des beengten Platzes nicht möglich und diese OP sparen wir uns hier. Von nun an ohne Servo. Den Bizeps freuts!

So, genug Wasser für ne Weile. Im nächsten Blog gehts einmal quer durchs Land bis hoch in den Norden, an die namibische Grenze. Es werden 40 Grad, viel roter Sand und endlose Weiten zu erleben sein. Wird gut!

Ein Gedanke zu „Südafrika VII – Garden Route – Die Touritour

  1. Die Garden Route nur zu zweit- wem passiert dieses Glück sonst noch? Corona hat eben auch Vorteile 🙂
    Bitte einen Kalender 2021 für uns reservieren !

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