Südafrika VI – Farmlife

Südafrika VI – Farmlife

Wir machen einen kleinen Zeitsprung! Ende März bis Ende Juli waren wir, wie in den letzten beiden Artikeln beschrieben, am Strand und haben es uns gut gehen lassen. Die minutiöse Nacherzählung aller Ereignisse und Nichtereignisse dieser Zeit werden wir euch mal ersparen.

Sprung! Wir schreiben das Jahr 2020. August 2020. Südafrika hat sich immer noch recht affig, was das Herumreisen im Land betrifft, und so ist es offiziell nur erlaubt, in der eigenen Provinz aka Bundesland zu reisen. Tja, was willste machen? Genau – rumfahren! Für uns hieß das bye bye Strand, bye bye AirBnB Bude, hallo Farm, hallo Auto!

Mount Ingwe

Unser Stellplatz für die nächsten vier Wochen war also Farm Mount Ingwe. 4000 Hektar Land auf denen 350 Fleischkühe über die Bergrücken streunern. Jeder sollte jetzt mal googlen wieviel 4000 Hektar eigentlich sind. Die Umrechnung in Fußballfelder und Badewannen erfolgt bitte selbstständig. Ich sag nur: E-N-O-R-M . 350 Fleischkühe sind 350 Kühe, nur ohne das nervige Melken.

Eigentlich wollten wir nur nen paar Tage bleiben, mal ne Abwechslung vom Strand haben. Die gabs dann auch. Einen kurzen Ausschnitt aus unserer Aktivitätenliste:

Kühe zusammentreiben:

Eigentlich recht einfach. Möglichst gut muhend und dominant auftreten und die Kühe mit großen Armbewegungen ins nächste Tal jagen.

Haus malern:

Kackjob (Sehr hilfreich, dass es im Afrikaans das selbe heißt). Aber nach fünf Anstrichen war auch endlich das Grün weg.

Wandern:

Richtige Wege gabs nicht, also sind wir querfeldein gelaufen. Hüfthohes Gras und geflissentlich die Schlangen und Leoparden der Region dabei ignoriert.

Nix tun:

Das ging auch richtig gut.

Brandy trinken:

Leichte Überschneidung mit dem letzen Punkt.

Alkohol kaufen zu Zeiten der Prohibtion: Fährste zur Tanke, bestellst drei Brandy. Der Typ rennt weg und kommt fünf Minuten später wieder mit einer Familienpackung Chicken Nuggets. 300 Rand (15Euro) statt 170 (9Euro) pro Flasche. Hund wollte lieber Nuggets.

Und natürlich nen bissl durch die Gegend fahren:

Und mal so nebenbei, wir werden von nun an alle versteckten Schätze finden, denn wir haben jetzt einen Metalldetektor. Die erste Million kommt in einem Jahr, spätestens in zwei.

Im Hintergrund ist ja schon zu sehen, wo es hingeht. Alles Zeug aus den Burenkriegen, was der Herr auf der linken Seite aus dem Boden geholt hat und im Museum auf der Farm präsentiert. Das Museum war auch der ursprüngliche Grund, wie wir auf der Farm gelandet sind. Nicht weil wir über alle Maßen an den Burenkriegen interessiert sind (ist aber doch recht interessant, Wikipedia hilft), sondern weil wir ein wenig perplex vor der Farm mit dem Hinweis “Burenmuseum” stehen geblieben sind bei unserer ersten Erkundungstour der Gegend. Ist ja jetzt nicht das erste, was man erwartet 70 Kilometer von der nächsten Stadt entfernt. Aber dann gabs ne kleine Führung, ein paar kleine Bier und dann erschien es uns doch als eine gute Idee, hier etwas länger zu bleiben.

Und zack waren vier Wochen rum und ehe wir uns versehen, kommt die Verlautbarung der Regierung rein, dass wir ab Anfang September auch wieder in ganz Südafrika rumtouren können. Fünf Monate im Eastern Cape kommen tatsächlich zu einem Ende… Ist ja fast das gleiche wie die ursprünglich geplanten drei Wochen. Aber wir sind froh drüber. War ne super Zeit. Trotz aller “Restriktionen” sicherlich einer der entspanntesten Plätze auf der Welt, um die erste Welle zu reiten…

Und nu?

Jetzt machen wir all das, was wir eigentlich gar nicht machen wollten. Zur Erinnerung: eigentlich waren wir schon auf dem Weg nach Mosambik, als der Lockdown kam. Wenn man eine imaginäre Linie durch die Mitte von Südafrika zieht (Nord-Süd), haben wir die gesamte linke Seite noch nicht gesehen.Und da gibt es auf jeden Fall ein paar geile Sachen zu sehen! Spoiler: Es ist definitiv nicht Cape Town. Mehr dann beim nächsten Mal.

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