Südafrika XI – Over and Out

Südafrika XI – Over and Out

Bam! Da isses: Das Ende!

Hat ja auch nur drei Monate gedauert, diesen Post zu verfassen. Aber so ist das halt, wenn man nicht mehr unterwegs ist, sondern wieder im normalen Trott rumtrottet.

Beim letzten Mal hingen wir noch im Western Cape und in der Gegend um Kapstadt rum. Diesmal kommen wir dem Verschiffen des Autos und damit dem Ende der Reise unaufhaltsam näher. Irgendwann ist leider mal Schluss.

Doch vorher gab es für uns nochmal ein Best-of Südafrika, diese Land, in dem wir eigentlich nur drei Wochen verbringen wollten und dann doch 9 Monate geblieben sind. Danke nochmal an Corona, war ne super Nummer.

Nach der Küste ging es für uns nochmal zurück zur Farm, auf der wir weiß-ich-wie-viele Wochen insgesamt verbracht haben und weiß-ich-wie-viele Liter Brandy mit Lukas vernichtet haben. Dort hatte es endlich mal geregnet und der braune Stoppel hat Platz gemacht für grünes Gras. Die Kühe wirds gefreut haben.

Von nun an hatten wir noch drei Wochen Zeit, bis wir das Auto in Durban am Hafen abgeben mussten. Tja, was machste da? Richtig! Nochmal schön das Wetter und Strand genießen, bevor es in das graue, kalte Winterdeutschland zurückgeht. Top Planung unserseits. Aber eine weitere Visaverlängerung war sowieso nicht in Aussicht und Tan wollte Weihnachten zuhause sein. Passt also.

Unsere Fahrt zur Küste ist dann auch wieder in eine typische Machste-eigentlich-nicht Nummer ausgeartet (Ich sag ja: Best-of). Wir haben mal wieder unterschätzt, wie hügelig Südafrika ist, obwohl wir es eigentlich besser wissen sollten, und ausgeblendet, dass man mit unserem Auto dann einfach keinen 70er Schnitt fahren kann. Das führte dann zu einer ausgedehnten Fahrt in der Dunkelheit durch ein Unwetter, welches sich gewaschen hatte. Dazu gesellte sich dann noch derartiger Nebel, der die Nutzung irgendeines Lichts am Auto unterband. Naja, dann fährste halt mit 5 Metern Sicht im Dunkeln und Scheibenwischern auf Anschlag durch die sicherlich sehr idyllischen Xhosa Dörfer. Wenigstens das Navi weiß, wo du bist. Das war dann wieder einer dieser Tage, an deren Ende man sich ganz dringend einen Gewinnerbrandy verdient hatte.

Der Blick am nächsten Morgen war dann auch nicht so verkehrt. Hat sich gelohnt.

Ne richtig schöne und ruhige Gegend diese Wild Coast! Hier kann man eigentlich auch länger bleiben. Nur wir mussten weiter nach Norden Richtung Durban, wollten wir doch noch Sonne tanken und hier war für die nächsten Wochen nur Regen angesagt. Surfen ging trotzdem! Oder eher der Versuch, mal nicht runter zu fallen.

Und nur dass hier keiner die Illusion bekommt, das sieht da alles nach Hobbit-Wunderland aus:

Mordor

Erzählungen, von den zwei Wochen faul in der Sonne am Strand rumliegen, erspare ich euch einfach mal. Interessiert ja sowieso keinen.

Hier haben wir dann auch gleich mal unser Auto “einbruchsicher” für die Überfahrt auf dem Dampfer gemacht und eine Rückwand hinter den Fahrersitzen eingezogen. Theoretisch sollte das verhindern, dass irgendjemand von vorne nach hinten steigen kann und unsere dreckigen Schlüpper klaut. Praktisch kann er immer noch die Fenster einschlagen. Spoiler: Nichts ist passiert. Die Karre kam komplett unversehrt in Bremerhaven an. Ja, auch der Hafenmitarbeiter war sehr überrascht.

Joah, das wars dann eigentlich auch schon. 2 Jahre, 60 000 Kilometer, 10 gebrochene Blattfedern, eine gebrochene Steckachse, 8 Malaria, ein paar Kalashnikov Kugeln und jetzt is Schluss.

Jetzt auch ausgeschildert.

4 Gedanken zu „Südafrika XI – Over and Out

  1. Hey, das war ein schöner Zeitvertreib, hab’ immer mal wieder rein geschaut. Ich fand die Art zu Erählen sehr angenehm und kurzweilig. Einfach unverblümte Wahrheit, ohne Sozialromantik und trotzdem nicht überheblich.
    Ich hoffe ihr macht bald wieder was. Anyways mit den Geschichten im Kopf könnt Ihr prima als werden….

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