Türkei II – Traumhafte Bergwelten

Türkei II – Traumhafte Bergwelten

14.09.2024 – 23.09.2024

Während es im letzten Post heiß herging, wird es jetzt definitiv kühler: Es geht weiter durch die Berge!

Dieser Abschnitt des Taurusgebirges hat seinen eigenen Blogbeitrag verdient.

Nicht so sehr, weil irgendwas abgefahrenes passiert (kann ja nicht jeder Tag Motor-brennt-Tag sein), sondern weil es einfach eine sehr schöne, ruhige und landschaftlich spektakuläre Gegend ist.

Und hier das ganze in bewegten Bildern mit knurzligen Hirten und ihren Ziegen!

Die Berge

Auf 2500 Metern sind zumindest in den Sommermonaten überall verstreut Hirten zu finden, die ihre Schafe und Ziegen über die Steine und die grünen Auen schicken.

Die Blaue-Planen-Bauweise der Behausungen sieht auf Entfernung immer nach Flüchtlingslager aus, aber die Autos, die gefahren werden, lassen vermuten, dass mit Schaf und Ziege schon der ein oder andere Lira gemacht werden kann. Im Dorf kostet dieses dann in Form von feinstem Hack 14 Euro das Kilo.

In den Bergen geben die Blattfedern der Vorderachse mal wieder ihre altbekannten Quietsch- und Klonktöne ab, die darauf schließen lassen, dass die Gummipuffer neu gemacht werden sollten.

An dieser Stelle ein Servicehinweis an alle Mercedes T1 Fahrer: Lasst den Febi Scheiß draußen. Gummipuffer nach 3500 Kilometern wechseln zu müssen, spricht nicht dafür, wie gut ihr Rumpelpisten gefahren seid, sondern wie minderwertig die Febi Gummis sind.

Hier der Vergleich zwischen Febi und Lemförder nach dreieinhalb Tausend Kilometern:

Ansonsten gibt es auch gar nicht so viel zu erzählen. Dafür mehr zum Anschauen!

Aladağlar

Eines haben wir aber noch: Aladağlar Milli Parki. Kein neuer Joghurtdrink mit Kohlensäure, sondern ein Nationalpark mit einem Bergmassiv gleich einer Salatschüssel, in der wir mehr oder weniger zufällig gelandet sind.

Während wir bei akzeptablem Wetter reingefahren sind, schlug das ganze in Nebel und Nieselregen um, während wir dort campierten. Die Nacht war dann begleitet von kleinen Steinrutschen irgendwo im Tal, die sich in der Schüssel geräuschtechnisch wunderbar verstärkten und für ein gewisses „wir-werden-gleich-verschüttet“ Feeling sorgten.

War natürlich alles quatsch. Der Mond hat schon dafür gesorgt, dass wir alles im Auge behalten konnten.

Auf jeden Fall eine sehr beeindruckende Gegend, auch wenn ich nach richtigem Regen hier nur mit Schlauchboot herkommen würde. An den Wänden der Salatschüssel sieht man sehr gut, wo sich nach starkem Regen die Wasserfälle bilden, die das Tal zulaufen lassen.

Der Rest

Einen habe ich bei der Gelegenheit noch. Wir versuchen ja überall so regelmäßig wie möglich ins Fitti zu gehen. Der Köfte-Konsum soll schließlich in Körner umgewandelt werden. Und was in der Türkei wieder auffällt: Hier werden zwei Sachen sehr gerne gemacht. Tee trinken. Und Kippen rauchen. Wie schon in Bosnien und Albanien scheint hier jeder und sein Hund zu rauchen.

Da wird dann im Fitti auf dem Balkon schnell noch eine zwischen den Übungen geraucht. Wahrscheinlich würde man ansonsten auch direkt auf der Bank oder in der Maschine rauchen. In diesem Sinne:

Das wars erstmal mit den Bergwelten der Türkei. Im nächsten Beitrag geht es hoch aufs Plateau und in das Touriwunderland, gefüllt mit Kühlschrankmagneten und Heißluftballons. Leider geil!

Die Kommentare sind geschlossen.