Angola IV – Endlose Strände

Angola IV – Endlose Strände

21.10.2019 – 30.10.2019

Diesmal: Traumhafte, einsame Strände am Ende der Waschbrettpiste

Es ist ja ganz einfach. Strände sind geil! Vor allem, wenn man diese für sich hat. Nicht besonders sozial, aber das sind wir eh nicht.

Das war ja eine unserer ursprünglichen Ideen hinter der ganzen (West)Afrika Reise. Ins Nirgendwo. Naja, vor Ort war das zwar alles n bissl anders, aber Angolas Strände lassen uns den “Ins Nirgendwo”-Gedanken endlich wieder verwirklichen.

Nachdem wir die Berge verlassen hatten, ging es für uns weiter durch Lobito nach Benguela. Mal n Schwank ausm Alltag: Lobito war die erste Stadt auf diesem Trip, in der wir problemlos und sofort unsere gesuchten Waren bekommen haben, unter anderem den Keilriemen fürs Auto. Mal kein ewiges durch-die-Gegend-Gerenne, keine unfähigen Angestellten, die nicht sicher sind, ob sie beim Bäcker oder Autoteileladen arbeiten – einfach mal einfach.

Shoprite, Kero und Maxi sind die gängigen Hypermärkte (so normalgroße Geschäfte wie Aldi oder Rewe gibts nicht) mit höchst unterschiedlichen Preisen und so gehen wir jedes mal in ner Stadt in alle Shops, um die besten Angebote zu finden. Für 2,50€ kommen wir ins Kino, wo der Film zum Glück im Original und nicht auf portugiesisch gespielt wird. Wir gehen ins Fitti und planen am Strand von Baia Azul die weitere Route. Nach einigen Tagen und einem Hautton dunkler gehts weiter. Traumhafte Strände unterbrochen von hohen Klippen waren die nächsten Tage unsere Gefährten.

Ganz angenehm, oder? Wird noch besser.

Doch erst gab es mal wieder feinste TAKATAKA-Piste. Gleich mal der Stabilisator abgefallen. Na gut, war auch nur mit nem Seil befestigt. Nicht so clever im Nachhinein. Ist zum Glück an ner Stelle passiert, an der wir sowieso langsam fahren mussten, weil sich ein kleiner LKW in der Kurve geirrt hat und in die Pampa geflogen ist.

Und wie sich das gelohnt hat! (Der Weg, nicht der arme LKW.) Erst steile Geröllpiste durch die Berge und dann Waschbrett durchsetzt mit großen Steinen und Löchern. Eigentlich müssten wir hier mindestens 60km/h fahren, aber die Brüche im Weg lassen das nicht zu. Dazu Staub in Auto und Lunge. Dann wird die Piste besser und wir kommen auf einer von mickrigen, einigermaßen frisch gepflanzten Palmen gesäumten Straße raus. Die Verwunderung ist groß, sieht es hier doch irgendwie nicht so unberührt aus, wie wir uns gedacht haben. Doch niemand da. Die ganze Bucht komplett leer, nur am einen Ende ein paar Fischer. Die Palmen gehören wohl zu einem dieser Quatsch-Resort-Projekte, die hier öfter mal gestartet wurden, aber nie zu mehr als einer schicken Plastenachbildung eines Architekturstudenten im Grundstudium geworden sind. Uns freuts.

Finde das Auto!

Wir liegen im Sand rum, gucken den Krabben beim Strandlaufen zu, machen mit Treibholz Lagerfeuer und grillen am nächsten Tag auf den entstandenen Holzkohlen. Als alles Bier und Schnaps alle ist, gehts wieder weiter. Eigentlich kann man das hier durchgängig machen. Ein bissl TAKATAKA und dann in jeder Bucht ein grandioser Strand, gesäumt von Klippen. Erinnert sehr an Marokko, nur ist hier der Atlantik mit 26 Grad wesentlich wärmer. Je nach Bucht und Jahreszeit kann man auch den Schildkröten beim Eier verstecken zuschauen. Man könnte ewig hier versacken…

Reicht? Na ein Kleines noch!

Doch dann haben wir auch mal genug von der Küste. (Tan ruft “Niiiiiie!”) Angolas Vielfalt kommt hier auch wieder zum Vorschein. Gerade noch an der Küste und zwei Stunden später in den Bergen auf über 2000 Metern. Für uns gehts also kurz vor dem Ort Namibe wieder ins Landesinnere in Richtung Lubango. Mehr davon beim nächsten Mal. Nur so viel: Wir kommen nochmal zurück zur Küste und dann so richtig! Top Gear war n Scheiß dagegen…

Mehr Bilder aus Angola gibts hier. Die gefahrene Route seht ihr hier.

3 Gedanken zu „Angola IV – Endlose Strände

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